Heute bin ich mit meinem Beitrag für die Blogtour zur wundervollen Kurzgeschichtensammlung „Das Fehlen des Flüsterns im Wind“ von Miriam Schäfer dran und ich dachte mir, ich picke mir eine Geschichte heraus und befasse mich mit ihr etwas mehr. „Claire“, die Kurzgeschichte, für die ich mich entschieden habe, wurde sogar mit dem Deutschen Phantastik Preis für die "Beste deutschsprachige Kurzgeschichte" ausgezeichnet. Ohne die Handlung von „Claire“ allzu sehr zu spoilern, möchte ich euch heute zwei Tiere vorstellen, die meiner Meinung nach nicht nur sehr wichtig für die Interpretation dieser Kurzgeschichte sind, sondern auch dem Leser die Möglichkeit geben, diese auf verschiedenste Weisen auszulegen. Zwar bietet eine Kurzgeschichte immer recht großen Interpretationsfreiraum, doch beeinflusst auch das Bild, das man von den beiden Tieren, nämlich Eule und Wolf, hat, wie man das Ganze auslegt.
- Meine Rezension findet ihr übrigens hier. -
Der Wolf – Dämonisch und verehrt
Jeder kennt die Geschichten vom bösen Wolf, der Großmütter, Kinder und Zicklein frisst, Häuser zerstört und am Ende von jedem Märchen erschossen, ertränkt oder auf welche Weise auch immer unschädlich gemacht werden muss. Weltweit kennt man ihn, trifft aber in der Mythologie auf unterschiedlichste Versionen des Wolfs. Während er im Christentum mit dem Teufel und der Wolllust gleichgesetzt wird, im Hinduismus grausame Gottheiten begleitet und in der Edda eher einem Dämon entspricht statt einem Tier, gilt er beispielsweise bei den Turkvölkern als „Bruder“ und wird als Stammestotem aufgefasst und auch in der Sage zu „Romulus und Remus“ oder der Geschichte von Mogli wird er zu einer familiären und fürsorglichen Figur. In der ägyptischen Mythologie beschützen sie sogar die Toten in der Form von Anubis. (Wer hier jetzt aufschreien möchte, Anubis sei ein Schakal... *Besserwissermodus an*- Die alten Ägypter fassten oft verwandte Tiere unter einem Oberbegriff zusammen. Alle Caniden, also Hunde, Wölfe und Schakale waren für sie also eine tierische Version von Anubis. *Besserwissermodus aus*)
Während die scheinbar unbändige und wilde Natur der Wölfe dem Menschen immer wieder im Laufe der Geschichte Angst einjagte, scheint man oft zu vergessen, dass er der Urvater unserer Hunde ist. Aus dem schlimmsten Feind ist also ab einem gewissen Punkt der beste Freund geworden.
Die Eule - Weisheit und Tod
Auch die Eule ist, ähnlich wie der Wolf, sowohl Sinnbild für Gutes als auch für Böses. Schon Aristoteles schrieb der Eule enorme Weisheit zu. Ihre großen Augen und der kleine Schnabel lassen sie fast menschlich wirken, weshalb man damals in ihr einen Teil der eigenen menschlichen Intelligenz sah. Sie war der ausgewählte Vogel der Göttin Athene (Göttin der Weisheit) und beschützte somit auch die Stadt Athen und griechische Heere.
Für viele andere Kulturen, vor allem abendländische ist sie allerdings auch ein Sinnbild des Todes. Eulen wurden nachts durch Licht angelockt und so glaubten die Menschen, sie würden die Seelen der Toten holen wollen. Man geht davon aus, dass die Eule auch für die alten Ägypter eher mit dem Negativen verbunden war. Scheinbar fürchtete man sich vor ihrer Nachtaktivität, ihrem durchdringendem Blick und ihrem Schrei. Selbst mumifizierten Eulen wurde der Kopf abgetrennt, bevor man sie in die Gräber legte. Auch im europäischen Mittelalter fürchtete man die Eule, da sie mit Hexen und Magie in Verbindung gebracht wurde. Noch bis vor wenigen Jahrzehnten hielt sich sogar der grausame Brauch, lebende Eulen mit ausgebreiteten Flügeln an Scheunentore zu nageln, um Vieh und Mensch vor Naturgewalten zu schützen.
Nicht ganz so negativ behaftet ist ihre Rolle in vielen Naturreligionen. Von Amerika bis China und über Afrika hinweg gilt sie als Vermittlerin zwischen den Welten und begleitet die Seelenwanderung der Verstorbenen.
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Der Acabus Verlag stellt ein Print von "Das Fehlen des Flüsterns im Wind" für mich zur Verlosung bereit. Dieses wunderschöne Kunstwerk (sowohl von innen als auch außen) könnte also bald auch in eurem Regal stehen. Alles, was ihr dafür tun müsst: Beantwortet folgende Gewinnspielfrage als Kommentar unter diesem Post:
In welches Tier würdest du dich für einen Tag verwandeln wollen?
Leser meines Blogs müsst ihr nicht sein, allerdings würde ich mich natürlich sehr freuen, wenn ihr zum Lesen bei mir bleiben würdet. ;)
Teilnahmebedinungen
- du bist 18 oder hast die Erlaubnis deiner Eltern/eines Erziehungsberechtigten
- du wohnst in der EU
- du hast die Gewinnspielfrage beantwortet
- der acabus Verlag haftet in keiner Form für mittelbare oder unmittelbare Schäden, die sich aus der Teilnahme an der Aktion oder der Nichterreichbarkeit des Internet-Servers ergeben. - Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
Teilnahmeschluss ist der 20.10.2018 um 23:59 Uhr.
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In welches Tier würdest du dich für einen Tag verwandeln wollen?
Leser meines Blogs müsst ihr nicht sein, allerdings würde ich mich natürlich sehr freuen, wenn ihr zum Lesen bei mir bleiben würdet. ;)
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- der acabus Verlag haftet in keiner Form für mittelbare oder unmittelbare Schäden, die sich aus der Teilnahme an der Aktion oder der Nichterreichbarkeit des Internet-Servers ergeben. - Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
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Die ganze Blogtour im Überblick
15.10. - Buchwanderin
16.10. - Lesenswertes aus dem Bücherhaus
17.10. - Bookdemon
18.10. - A Reader Lives A Thousand Lives
19.10. - Phantastische Fluchten
Unter jedem dieser Beiträge könnt ihr Prints, E-Books und kleine Goodie-Pakete gewinnen! - Vorbeischauen lohnt sich also. ;)












