Mittwoch, 27. Juli 2016

{Rezension} Bleiche Knochen



Der erste Fall für Katie Maguire

Auf den Spuren des uralten Bösen

Die Skelette von elf Frauen werden auf dem Acker einer Farm im ländlichen Irland gefunden, grausam verstümmelt und bei lebendigem Leib gehäutet.
Die Ermittlerin Katie Maguire stellt nach ersten Untersuchungen fest, dass die Toten schon seit vielen Jahrzehnten unter der Erde liegen. Ihr Vorgesetzter will den Fall bereits zu den Akten legen, da taucht ein frisches Opfer auf.
Welche Verbindung besteht zwischen dem Killer der Gegenwart und den Toten aus der Vergangenheit? Und warum sind merkwürdige Stoffpuppen an die Oberschenkelknochen sämtlicher Leichen gebunden?
Katie Maguire stößt auf ein uraltes Ritual und muss den Mörder stoppen, bevor er erneut zuschlägt.


„Bleiche Knochen“ war das erste Buch seiner Art, das ich gelesen habe und da war es für mich natürlich nochmal ein anderes Leseerlebnis als für jene, die regelmäßig Krimis verschlingen. Daher mag es sein, dass ich manches für sehr erwähnenswert halte, was manch anderer wohl als „normal“ für dieses Genre abtun würde.

Ich hätte nie gedacht, dass mich ein Buch vom Festa Verlag entspannen würde.
Der Autor redet nicht lange um den heißen Brei, denn der Leser bekommt seine ersten Leichen schon gleich zu Beginn, ohne unnötiges Vorgeplänkel.
Trotz allem würde ich das, was in diesem Buch passiert nicht als besonders angsteinflößend oder gruselig bezeichnen. Es ist schrecklich und sehr genau beschrieben, was so alles passiert und wie Eingeweide aus Körpern fallen, Menschen gehäutet werden... Na ihr wisst schon. Aber dadurch, dass Katie so emotionslos auf alles reagiert, hatte auch ich nie den Anstoß bekommen, mich vor etwas zu fürchten. Ihre Gleichgültigkeit hat mich in dieser Angelegenheit wohl auch abgestumpft.

Katie Maguire ist die Hauptfigur in „Bleiche Knochen“. Sie wird als „Typische Irin“ bezeichnet und ist die erste Frau in ihrer Stellung als Superintendent, setzt sich daher auch selbst unglaublich unter Druck. Mit ihr konnte ich leider nicht wirklich warm werden. Sie hat keinen richtigen Charakter, keine Art, die man beschreiben könnte. Für mich war sie nicht mehr als die Handlungsträgerin, der ich gefolgt bin, um mehr zu erfahren. Der Autor hätte meiner Meinung nach jede mögliche Frau an ihre Stelle setzen können und die Geschichte wäre trotzdem gleich gewesen.
Dafür hat Graham Masterton sich aber ordentlich ins Zeug geschmissen, wenn es um die Atmosphäre ging. Wie bereits erwähnt, ist es nicht unbedingt gruselig gewesen, dieses Buch zu lesen. Allerdings habe ich mich trotzdem immer direkt vor Ort gefühlt, als wäre ich wirklich in diesem verregnetem, dreckigen Städtchen oder auf dem matschigen Acker gewesen.

Da es nur wenige Szenen mit dem Mörder gibt und diese meistens mehr mit den Opfern in Zusammenhang stehen als mit ihm, lernt man auch ihn nie so richtig kennen, was ich etwas schade finde. Alles, was man erfährt ist, dass er sich immer freundlich und höflich verhält, wenn auch auf eine irre Art. Und auch, wenn ein riesiges Geheimnis um seine Identität gemacht wurde, konnte ich mir nach und nach immer mehr denken, wer er ist.
Allgemein fand ich das Finale doch recht enttäuschend. Es war wie Schluckauf, kam nach und nach und war dann einfach auf einmal da und zu Ende. Fertig. Ich hätte nach all dem Spannungsaufbau viel mehr erwartet.

Mit einer sehr geradlinigen Story, nicht gerade viel Action aber einer sehr intensiven Stimmung zählt „Bleiche Knochen“ für mich eher zu den „entspannenden Krimis“ (wenn es sowas denn gibt). Ich hätte mir außerdem eine Hauptfigur gewünscht, die innerlich weniger tot ist. Und auch am Ende hätte der Autor nochmal einiges rausreißen können, was aber leider nicht passiert ist.


John hatte noch nie so viele Nebelkrähen über der Farm kreisen sehen, wie an diesem nassen Novembermorgen. Sein Vater hatte immer gesagt, wenn sich mehr als sieben Nebelkrähen versammelten, dann waren sie gekommen, um sich an einer menschlichen Tragödie zu ergötzen.
Seite 7

"[...] Aber ganz gleich, wie schlimm er auch ist, weißt du, jeder Schmerz lässt sich durch einen noch größeren Schmerz lindern."
Seite 136

"Ihr Pfeifen könntet euch nicht mal 'nen Tripper einfangen, ohne was falsch zu machen."
"Ist das eine Einladung, Schätzchen?"
Seite 216

Ein spannender, wenn auch recht simpel gehaltener Krimi, der sich gut lesen lässt.

4/7



Dienstag, 26. Juli 2016

{Auslosung} Der Dämon von Naruel

Ja, ich nehme alle Schuld auf mich. Eigentlich sollte schon am Sonntag ausgelost werden, aber die Uni hat mich diese Woche noch derart fest im Griff gehabt... Ich habe es schlichtweg verpennt. Asche auf mein Haupt. Ich hoffe, ihr seid mir nicht böse.


Also machen wir es kurz und schmerzlos.
Random.org hat entschieden und sich diese glückliche Gewinnerin ausgesucht:


Und die dritte Dame in unserer Liste ist:
*trommelwirbel*

Carmen

Herzlichen Glückwunsch an dich!

Schick mir bitte möglichst schnell deine Mailadresse zu, damit du deinen Gewinn bekommen kannst.
(Schreib bitte an annabellebookwar@gmail.com)
Und ich wünsche dir jetzt schonmal viel Spaß beim Lesen.


Und damit nochmal alle wissen, was es zu gewinnen gab:


Verzweiflung treibt Pan dazu, ihre Seele an einen Dämon zu verkaufen. Doch das Ausmaß dieser Entscheidung übersteigt die Vorstellungskraft der jungen Kriegerin.  Ihr silberner Hoffnungsschimmer in der Nacht wandelt sich plötzlich in einen blutroten Albtraum. Die nächste Mondfinsternis droht ein uraltes Übel aus einem tausendjährigen Schlaf zu wecken. 
Pan wird es zur Bestimmung gemacht, dies unter Einsatz ihres Lebens zu verhindern. Sie muss die wiedergeborenen Götterseelen der Vergangenheit finden und zusammenführen, um die Länder Naruels vor der ewigen Finsternis retten zu können. 
Aber kann diese heilige Aufgabe gelingen, wo doch ihre eigene Seele mehr und mehr von einem Dämon vergiftet wird?








Sonntag, 17. Juli 2016

Wie ich meine Geschichten schreibe ~ von Janine Prediger + Gewinnspiel!

Bevor ich euch in nahender Zukunft den zweiten Teil zu "Der Dämon von Naruel" vorstelle, dachte ich mir, es sei eine nette Idee, wenn ihr wieder etwas mehr über die Autorin Janine Prediger erfahrt. Zusätzlich könnt ihr euch hier ein Bild von einem Tag im Leben einer Autorin machen. (Natürlich sieht der bei jedem anders aus, das hier ist also nur ein Beispiel, das ich doch aber sehr interessant finde. ;) )

Ende des letzten Jahres habe ich bereits den ersten Teil "Der Dämon von Naruel - Der Berg der Elemente" gelesen und sehr gemocht. Meine Rezension findet ihr hier.
Außerdem habe ich dann im Dezember bereits zwei Vorstellungs-Beiträge zur Autorin und ihrem Projekt gemacht, wo ihr natürlich auf jeden Fall auch mal vorbeischauen solltet, wenn euch dieser Beitrag gefällt.


Aber nun lasse ich die Autorin zu Wort kommen. Schließlich hat sie sich ordentlich ins Zeug gelegt.^^




Einen festen Tagesrythmus? Um 7:00 Uhr aufstehen und bis 12:00 Uhr schreiben, dann Mittagspause und weiter geht’s? So funktioniert das bei mir nicht! Routine langweilt mich viel zu sehr. 
Ich beginne meinen Schreibtag manchmal um 04:00 Uhr und manchmal erst um 14:00 Uhr.
Je nach Motivation klappere ich aber fast immer folgende Stationen ab, die ich euch heute vorstellen möchte: 

➸ E-Mail Verkehr 
Beginnen wir mit dem Leidigsten und Unkreativsten: Das Checken der Mails. 
Da ich mich selbst um die Buchvermarktung, Rezensentenwerbung, etc. kümmern muss, kann das schon mal ein bis zwei Stunden in Anspruch nehmen. Es gibt da verschiedene Parteien, die täglich meine Aufmerksamkeit verlangen.


Rezensenten
Über die Seite Rezi-Suche.de habe ich schon viele tolle Rezensenten und Blogger gefunden, deren Seiten ich mir natürlich gründlich anschaue, bevor ich eine Rezensionsanfrage stelle. Von 60 Prozent der Blogger kommt in der Regel eine Antwort zurück. Gut die Hälfte davon erklärt sich bereit, mein Buch zu lesen. So kann ich mit winzigen Schritten kontinuierlich daran arbeiten, dass „Der Dämon von Naruel“ mehr Aufmerksamkeit durch Buchblogs und Rezensionen bekommt.



Online-Shops / Buch-Anbieter
Leider muss ich auch immer wieder Mails an Online-Shops senden, die es bis heute nicht hinbekommen, beispielsweise die Leseprobe zu meinen Büchern ordentlich darzustellen. Das ist ein ewiges Hin und Her. Die Shopbetreiber lassen sich permanent lustige Unwahrheiten einfallen, zu denen ich eine Korrektur anfragen muss. „Der Dämon von Naruel“ wurde bereits als Kinderbuch eingestuft, ab 9 Jahren freigegeben, als Science Fiction deklariert, mit falschem Veröffentlichungsdatum versehen und und und... Schuld ist oft die mangelhafte Kommunikation zwischen meinem Distributor und den Shops. Diese Negativwerbung arbeitet gegen mich, da ich auch immer wieder Blogger berichtigen muss, wenn diese die Informationen zum Buch beispielsweise von Amazon anstatt von meiner Homepage entnehmen. Hier habe ich speziell für Blogger eine Seite eingerichtet, wo sie die korrekten Metadaten meiner Bücher einfach einsehen können. 
Es ist eine richtige Sisyphos-Arbeit, die zudem nur selten Früchte trägt. Aktuell hinkt von den „großen“ Buchshops nur noch Thalia mit einer falschen Leseprobe hinterher. (Kauft dort bitte nicht die eBook-Ausgaben von „Der Dämon von Naruel“.)


Piraterie
Zu guter Letzt mache ich regelmäßig einen Check, ob mal wieder illegale Piratenseiten in der Googlesuche auftauchen, die mein Buch kostenlos anbieten und „Kunden“ damit Viren und Malware andrehen. Wenn ich etwas Verdächtiges finde, fülle ich ein Online-Formular mit vielen Fragen aus und Google entfernt die Sucheinträge dann meistens ohne Klagen. Das gehört inzwischen zur Routine, manchmal ist es auch etwas komplizierter.


 Sonstige Anfragen
Manchmal fallen noch Nachfragen bei meinem Distributor Books On Demand an, weil diese mal wieder im Lieferverzug stecken und ich nun schon seit mehreren Wochen auf einen Probedruck warte.
Das ist alles keine sonderlich tolle oder kreative Arbeit, aber sie muss gemacht werden.



➵ Die Schreibphase

Für gewöhnlich nehme ich mir vor, ein bis zwei große Schreibblocks in meinen Tag einzuplanen. Ich mache es mir dann in meiner Schreibecke auf dem Sofa gemütlich, starte den Laptop, setze mir Kopfhörer auf, um den Lärm der grässlichen Stadt auszublenden und los geht’s.
Ich arbeite dabei nicht mit „autorengerechten“ Programmen, mit denen man auch Plotten oder sich Notizen zu Figuren und Setting machen kann oder die einem alles Mögliche im Text unterschlängeln. Microsoft Word reicht mir für meine Arbeit vollkommen aus.
In der Regel weiß ich schon, wie die Geschichte grob weitergehen soll. Manchmal aber fallen mir während des Aufschreibens bessere Ideen ein und die schmeißen den Handlungsfortgang natürlich in eine andere Richtung. Das macht es für mich abwechslungsreich.
Ich kann mich damit immer wieder selbst von der Geschichte überraschen lassen.
Eine Schreibphase dauert bei mir je nach Motivation und Kreativität 1-4 Stunden an.
Freue ich mich schon lange auf diese Szene? Habe ich einen großartigen Einfall, der sofort verbaut werden muss? Ist die Szene nur ein Übergang? Das sind alles Fragen, die in die Intensität der Schreibdauer mit hineinspielen. Bei einer besonders spannenden Szene, die ich Tage zuvor schon im Kopf hatte, hat es mich neulich in eine Schreibwut gerissen, bei der ich nicht aufhören konnte, bis die Szene abgeschlossen war. Meine Augen haben danach gebrannt und mein Rücken geschmerzt. Da soll mal jemand behaupten, Schriftsteller sei kein anstrengender Job!
Unabhängig von der Zeit, versuche ich mindestens 1000 Worte am Tag zu schreiben. Ab und zu klappt dies nicht, wenn einfach die Muse fehlt. Oft aber geht es auch weit darüber hinaus. Das wechselt sich nach meiner Beobachtung phasenweise ab. Auf zwei Wochen Schreibrausch folgen meistens drei bis vier Tage, in denen ich meine Kreativität erstmal wieder aufladen muss.
Man glaubt es kaum, aber kreatives Schreiben und Nachdenken ist anstrengend für den Körper. Ich bekomme vom Schreiben immer großen Hunger und brauche nach einer Schreibphase erstmal was zu Essen.
Ganz viel Schokolade für zwischendurch sowieso!




➵ Entspannungsphase

Körperlich
Ja, schreiben schlaucht manchmal sehr und der Geist und vor allem die Augen sehnen sich danach, auf etwas anderes gerichtet zu werden. Damit ich keine Nackenschmerzen bekomme, nutze ich die Zeit zwischen den Schreibphasen oft, um meine Stammstrecke durch den Wald zu joggen.
  Die Stadt ist absolut kein Lebensraum für mich und ich bin froh, wenn ich mich in die Natur zurückziehen kann. 
Das erinnert mich an meine Heimat. Als Kind habe ich fast jede freie Minute im Wald verbracht, noch heute erdet mich ein Besuch im dichten Grün und macht meinen Kopf klarer.
Manchmal mache ich auch Zwischenhalte und klettere auf einen Baum oder Hochstand, um Tiere zu beobachten.
Yoga hilft mir auch ziemlich gut gegen Verspannungen und ist anstrengender als so mancher denkt. Wenn ich mir mal ein größeres Heim leisten kann, wird auch definitiv wieder ein Sandsack in meine Gemächer einziehen. Bewegung kann in diesem Fall das lange Sitzen (bei mir ist es übrigens eher ein Kauern) ausgleichen.



Geistig
Nach der körperlichen Anstrengung balanciere ich meine Gedanken mit einer kleinen Teezeremonie auf meinem blumigen Balkon oder mit Meditation aus. Das klingt jetzt vielleicht wahnsinnig spirituell. Aber im Prinzip sitze ich nur da, trinke Kräutertee zu Dudelmusik und versuche die Gedanken fließen zu lassen.  Dabei habe ich schon viele tolle Ideen bekommen oder mir sind Zusammenhänge in der Geschichte klar geworden, die ich bis dato selbst noch gar nicht durchschaut hatte.
Die besten Ideen kommen mir übrigens nicht auf dem Klo, sondern kurz vor dem Einschlafen.
Deswegen liegt auch immer ein Notizbuch auf meinem Nachttisch.



➵ Überarbeitungsphase

Der geistige Akku ist wieder aufgeladen und ich fühle mich voller Konzentration. Das ist genau die richtige Zeit, um bereits geschriebene Texte noch einmal gründlich unter die Lupe zu nehmen und zu überarbeiten. Das können Texte wie dieser sein, Kurzgeschichten oder Interviewfragen, meistens aber sind es die, vor ein paar Wochen geschriebenen, Kapitel meines Hauptwerks.
→ Hat die Szene das richtige Tempo?
→ Wird deutlich, was ich ausdrücken will?
→ Passen die Dialoge?
→ Kann man sich die Umgebung vorstellen?
→ Wirkt alles stimmig?
→ Stimmt die Atmosphäre?
Und am Wichtigsten: Bin ich damit zufrieden? 
Das sind so die Grundfragen, nach denen ich noch einmal die Texte durchgehe. Dabei arbeite ich nicht streng nach diesen Punkten, sondern lese einfach noch einmal genau nach und wenn mir etwas auffällt, wird es so lange gebügelt, bis es sich für mich gut anhört. Dabei fallen natürlich Makel wie Wortwiederholung, Tippfehler, Bandwurmsätze etc. auf. Um diese zu erkennen und auszubessern nutze ich ebenfalls keine spezielle Software, die mir Dinge unterschlängelt, die ich vielleicht mit voller Absichtlich in dieser Form niedergeschrieben habe.
Programme erkennen eben keine Stilmittel oder Atmosphäre, das schafft nur der menschliche Verstand. 
Rechtschreib- und Grammatikprüfung gern, aber für den Rest schaue ich lieber selbst genau hin.
Wenn ich erfüllt habe, was ich mir vorgenommen habe, das sind manchmal ganze Kapitel, manchmal nur einzelne Schlüsselszenen, kann ich mit gutem Gewissen meinen Schreibtag beenden.

Generell arbeite ich jeden Text mindestens zweimal, meistens aber sogar vier- bis fünfmal durch, bis mir eine Szene richtig gut gefällt. Nach mehreren Monaten nehme ich mir noch einmal alles Stück für Stück vor und schaue, ob noch immer alles zusammenpasst, da sich während des Schreibens (ohne vorheriges Plotten) manchmal auch Zusammenhänge ändern können.



➵ Schreibpausen / Anderes

An manchen Tagen kann ich mich nicht zum kreativen Schreiben aufraffen, da widme ich mich nur der Überarbeitung. Es kommt aber auch vor, dass selbst dies nicht klappt. Dann sehe ich, wie ich anderweitig produktiv sein kann. Ich arbeite beispielsweise an den Karten zur Welt, versuche Szenen aufzuzeichnen und überdenke einfach alles noch einmal aus einer anderen Perspektive.



Es kommt auch durchaus mal vor, dass mir gar nichts Produktives gelingen will.
Das ist aber nicht schlimm. Ich nehme diese kleinen Blockaden ganz gelassen und sitze das aus. Oft hilft es auch, sich etwas Abstand vom Buch zu nehmen. Ich versuche dann auch gar nicht an die Geschichte zu denken, sondern lenke meine Gedanken bewusst auf andere Dinge.

Eine große Bergtour mit fantastischen Aussichten hilft mir da sehr gut, den Kopf frei zu bekommen oder ein netter Tag am See. Bis jetzt komme ich so ganz hervorragend und entspannt voran. Auf Stress und Druck, egal ob von außen oder von mir selbst ausgehend, reagiere ich allergisch. Ich mag es gar nicht etwas zu „müssen“.




➵ Marketing- Social Media

Wenn ich zwischendurch Zeit finde, teile ich der Welt da draußen über Facebook und meine Homepage mit, wie es mit dem Schreiben so läuft. Dabei versuche ich wirklich nur Informationen herauszugeben, welche die Leser auch interessieren könnten, und kein Alleinunterhalter zu sein, der wahllos Katzenvideos postet.
Wenn ich gesehen habe, dass mir Blogger eine Rezension geschrieben haben, teile ich das natürlich gern und halte den Link dazu auch auf meiner Homepage fest.
Ab und zu starte ich auch Gewinnspiele oder Preisaktionen und gehe damit auch in Foren hausieren, damit es möglichst viele Leute mitbekommen.

Ich schreibe Interviews, organisiere Blogtouren, starte Leserunden, lasse Goodies drucken und verschicke diese an Blogs, generiere eBook-Exemplare für Rezensenten oder tippe Berichte wie diesen, alles in der Hoffnung, dass ich ein kleines bisschen Aufmerksamkeit von den Lesern erhaschen kann.

Zwischendurch behalte ich natürlich immer mein Postfach im Auge. Ich will ja nicht, dass sich die Mails bis zum nächsten Tag anhäufen. ;)

Man glaubt gar nicht, wie viel ein Selfpublisher nebenher noch erledigen muss. Da bleibt manchmal kaum Zeit für das Schreiben oder ein Privatleben.


~ Ich hoffe, ich konnte euch damit einen ganz interessanten Einblick in meine Arbeitsweise geben. ~


Nun zum Gewinn!



Verzweiflung treibt Pan dazu, ihre Seele an einen Dämon zu verkaufen. Doch das Ausmaß dieser Entscheidung übersteigt die Vorstellungskraft der jungen Kriegerin.  Ihr silberner Hoffnungsschimmer in der Nacht wandelt sich plötzlich in einen blutroten Albtraum. Die nächste Mondfinsternis droht ein uraltes Übel aus einem tausendjährigen Schlaf zu wecken. 
Pan wird es zur Bestimmung gemacht, dies unter Einsatz ihres Lebens zu verhindern. Sie muss die wiedergeborenen Götterseelen der Vergangenheit finden und zusammenführen, um die Länder Naruels vor der ewigen Finsternis retten zu können. 
Aber kann diese heilige Aufgabe gelingen, wo doch ihre eigene Seele mehr und mehr von einem Dämon vergiftet wird?


- Dass Gewinnspiel läuft bis zum 24. Juli, der Gewinner wird auf diesem Blog bekanntgegeben. Danach hat er oder sie 5 Tage Zeit, sich zu melden, ansonsten wird neu ausgelost.
- Du musst 18 Jahre alt sein oder Erlaubnis der Eltern haben.
- Dein Wohnsitz muss nicht in Deutschland sein, da es sich hierbei um ein digitales Buch handelt, für dass man schließlich kein Porto berechnen muss.:)
- Der Gewinn ist nicht bar auszahlbar.
- Werbung ist keine Pflicht, wird aber natürlich sehr gerne gesehen.


Montag, 4. Juli 2016

{Rezension} Nox 1.1 - Dämmerung



Nach einem Konzertbesuch scheint sich das Leben der sarkastischen Krimi-Buchhändlerin Ronna völlig auf den Kopf zu stellen. Eine rätselhafte Selbstmordwelle bricht aus, für die es keine rationale Erklärung zu geben scheint, und zu allem Überfluss muss Ronna auch noch an ihrer eigenen Wahrnehmung zweifeln. Schließlich kann es nicht sein, dass die Stimmen, die sie in ihrem Kopf hört, real sind – oder doch?
Als auch ihr Bruder Vik in den verschlingenden Sog gezogen wird, der die Stadt Ubis ins Chaos stürzt, ist Ronna gezwungen, sich mit ihren neuen unheimlichen Fähigkeiten anzufreunden. Kann sie den Auslöser für all die rätselhaften Ereignisse finden, ehe sich ganz Ubis Lemmingen gleich in den Abgrund wirft?

Einen passenderen Titel als „Dämmerung“ hätte die Autorin sich für dieses Buch nicht einfallen lassen können. Denn wie die Sonne schwillt auch die Spannung immer weiter und weiter an, bis sie die ganze Geschichte einnimmt und jeden Winkel von ihr ausfüllt, gleichzeitig findet man auf jeder Seite die Finsternis, die Ronna als Charakter umgibt und ihr als ihre Vergangenheit und ihre Gedanken folgt. 
Melanie Vogltanz hat sich für ihre Heldin eine schön skurrile Handlung zurecht gesponnen, die man wunderbar nachvollziehen kann, bei der man aber trotzdem auch zu grübeln hat. Der Leser begibt sich so also mit Ronna selbst auf eine abenteuerliche Reise durch ihre Heimatstadt Ubis, um Antworten auf die Frage zu finden, warum so plötzlich so viele Menschen in den Freitod gehen und was ihre eigene Rolle dabei ist. Dabei gerät sie nicht nur in das Visier der Polizei, sondern nimmt selbst ihre Gegner auf die Hörner.
Ronna ist eine sehr coole und vollkommen abgeklärte Person, mit der ich echt gern mal einen Kaffee (Etwas anderes nimmt sie nur selten zu sich.) trinken gehen würde. Als ich sie kennengelernt habe, hielt ich sie für verbittert und engstirnig. Tatsächlich steckt in ihr aber ein sehr liebevoller Kern, der sich allerdings meist nur zeigt, wenn es um ihren Bruder geht.
Trotz einer schweren Vergangenheit, die sie bis jetzt noch regelmäßig heimsucht, ist sie eine starke Frau, die sich nicht mit Tagträumen oder Illusionen aufhält, sondern mit dem arbeitet, was sie hat. Außerdem nimmt sie ihre frisch gewonnenen Kräfte nicht als Superkräfte wahr.- Zumindest nicht sofort und auch nicht zu 100%. Sie ist keine von denen die aufspringt und ruft „Hey, ich habe jetzt besondere Fähigkeiten, ich sollte die Welt retten!“. Zuerst muss sie ihren Bruder beschützen.

Melanie Vogltanz hat einen sehr femininen, aber ungekünstelten Schreibstil. Sie hat in diesem Buch definitiv bewiesen, dass Humor (vor allem tiefschwarzer), Tod und sprechende Hunde wunderbar zusammenpassen können, wenn man sich nur darin versteht, diese Dinge miteinander zu verbinden. Das Lesen war, wie Käse mit Marmelade zu essen.- Da treffen so gegensätzliche Dinge aufeinander, dass sie etwas richtig Geniales ergeben.

"Man wird einfach... müde. Müde vom Leben. Und wenn man müde ist, will man schlafen."
Pos. 870

Dunkelheit. Allumfassende Schwärze. Stille. Die Realität war erloschen wie eine Kerzenflamme unter einem heftigen Windstoß.
Pos. 1462

(Mein Reader gibt mir leider keine Seiten, daher habe ich euch die Positionen drunter geschrieben.)


Ein Auftakt, der auf Großes hoffen lässt!
 7/7



Mehr über Nox findet ihr hier!

Etwas, das ganz besonders an den Aurora Büchern ist: Sie nehmen sogar Bezug auf "666" von M. H. Steinmetz, spielen also im gleichen Universum!
Rezension zu 666 - Hell's Abyss


Vielen Dank an den Papierverzierer Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars!

Samstag, 2. Juli 2016

Die Nähe zum Verlag


(Vorab: Das hier passiert in Eigenregie und soll in keiner Weise Werbung für Irgendjemanden oder Irgendwas werden. Nur... irgendwelche Beispiele muss ich ja nennen.:D)

Wie regelmäßige Leser dieses Blogs und/ oder meiner Facebookseite sicherlich vor allem in den letzten Wochen bemerkt haben, arbeite ich immer enger und immer mehr mit dem Papierverzierer Verlag zusammen. Und ich muss sagen, dass es das erste Mal ist, dass ich ein derartiges Verhältnis zu einem Verlag habe. Auch bei Randomhouse, Festa, Thienemann und all den anderen Verlagen sind mir bisher nur freundliche Leute begegnet (sofern man E-mails als „Begegnung“ bezeichnen kann), doch war das Verhältnis nie derart eng.
Nun arbeitet der Papierverzierer Verlag ja auch an vielen neuen und großen Projekten und ich bin in einige dieser Projekte eingespannt.- Natürlich kommt auch daher der sehr häufige und intensive Kontakt. Doch führt das ja nicht zwangsläufig unbedingt dazu, dass man eine Art Freundschaft aufbaut. Ich habe den Verlagsstand bisher auf jeder Leipziger Buchmesse, auf der ich war, besucht und immer wieder mit Leuten, vor allem Autoren (beispielsweise Ann-Kathrin Karschnick oder M. H. Steinmetz) gequatscht. Die zauberhafte Isabelle (Verlagsmitarbeiterin) habe ich zwar dabei noch nie getroffen, aber das wird definitiv bald nachgeholt, denn zu ihr ist wohl die intensivste Beziehung (haha, wie das klingt...:D) entstanden. Und es ist nun einmal auch nicht selbstverständlich, dass man sich mit Leuten, mit denen man eigentlich ein „geschäftliches“ Verhältnis begonnen hat, täglich per WhatsApp einen schönen Tag wünscht, tröstet, wenn etwas Stress in der Luft liegt und sich vor allem übereinander kaputtlacht. Vielleicht kommt es ja auch daher, dass ich vor allem zu diesem Verlag eine besondere Beziehung habe.


Aber zurück zum Thema.
Natürlich gibt es da auch viele Ecken, an die man mit so einer - ja, ich nenne es mal Freundschaft – anstößt. Die größte Sache, die bei so etwas oft kritisiert wird ist wohl, ob der Blogger dann noch glaubwürdig bleibt. Denn würde man nicht die Bücher eines Verlags viel besser bewerten, wenn man die rosarote Brille auf hat?
In meinem Falle gibt es da ein ganz klares Nein als Antwort. Ich würde selbst an meinen Fähigkeiten, beziehungsweise an meiner Ehrlichkeit zweifeln, wenn ich Bücher aus einem Verlag, oder von bestimmten Autoren, mit denen man engen Kontakt hatte, besser bewerten würde, nur weil ich betreffende Personen mag. Meine Meinung zu einem Buch ist ja schließlich vollkommen unabhängig von meinem Verhältnis zu den Menschen, die dahinter stehen. Und wenn diese Freundschaft zwischen Blog und Verlag oder Autor ehrlich ist und nicht nur vorgegaukelt, dann muss ich auch keine Angst haben, dass die Leute auf einmal nicht mehr mit mir reden oder so, nur weil Buch XY diesmal eben nur 2 Punkte bekommen hat. Einer Freundin sage ich es ja auch, wenn ihre Frisur komisch aussieht, oder sie etwas zwischen den Zähnen hat, oder? Dann ist sie höchstens mal kurz verdutzt, hasst mich aber nicht den Rest ihres Lebens.:D

Um endlich mal die Überschrift aufzugreifen: Was schätze ich also so sehr an einem engen Verhältnis zu Verlagen, aber auch Autoren? Ganz simpel: Man ist einfach näher dran. Wenn neue Projekte geplant werden, bin ich eine der Ersten, die es erfährt (eins habe ich sogar mit ins Leben gerufen, freut euch im Oktober drauf ♥). Außerdem bekommt man viel mehr Infos zu Büchern, Autoren und allem, was dranhängt. Möglicherweise auch, weil beim Quasseln viel nebenbei erwähnt wird. Außerdem lassen sich so Interviews und dergleichen viel leichter vermitteln. Man muss sich nicht förmlich tausendmal vorstellen und dann drum bangen, ob überhaupt eine Antwort kommt. Man schreibt eine Nachricht wie „Hey, meinst du Autor XY hat zu sowas Lust?“ und schon geht das Vermitteln los. Ähnlich läuft es auch mit Autoren, die ohne einen Verlag ihre Bücher publizieren. (Ähnlich war es ja mit Janine Prediger, als ich sie und den ersten Band ihrer phänomenalen Reihe „Der Dämon von Naruel“ vorgestellt habe. *Siehe hier* (Bald könnt ihr euch wieder auf etwas Neues von ihr freuen!))
Es ist auch ein anderes Gefühl beim Bloggen, wenn man weiß, da steht man nicht alleine hinter vielen Worten, sondern hat Leute im Rücken, die jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen und auf die man zurückgreifen kann, wenn man eine Meinung aus der Sicht von Verleger, Autor, Übersetzer oder so braucht.


Einige von euch kennen bestimmt das Bloggerportal von Randomhouse. Alarm, Alarm, da ging ja eine Weile ordentlich der Missmut rum, als man ab einem bestimmten Zeitpunkt die Rezensionsexemplare per Klick bestellen konnte. Ich persönlich habe da nie etwas Negatives gesehen. Die Verlagsmitarbeiter haben ja trotzdem immer noch die Aufgabe, sich dich und deine Daten anzusehen, wenn du etwas anfragst. Es ist immer noch das selbe Prinzip: Entweder, du bekommst das RE, oder eben nicht. Auch die Rezensionen, die du abschickst, werden trotzdem noch einmal gelesen (Zwecks Spoiler und gesittetem Ton („Boah Buch, bist du scheiße, ey. Deine Muddah.“ würde beispielsweise nicht gut ankommen, schätze ich.))
Und denkt mal drüber nach: Goldmann, Heyne, Blanvalet... Das sind gigantische Verlage. Was glaubt ihr wohl, wie viele Mails die am Tag bekommen? Und wie viele davon Anfragen auf Rezensionsexemplare sind? Der Sinn hinter dem Bloggerportal lag sicherlich vor allem darin, dass der Stress etwas für die Verlagsmitarbeiter nachlässt und man „seine“ Blogger immer schon eingespeichert hat. Man weiß, wer da anfragt, wie zuverlässig er rezensiert und welche Qualität die Rezensionen haben. 

Im Allgemeinen hoffe ich ehrlich gesagt für mich, dass ich noch zu ein paar mehr Verlagen und Autoren ein engeres Verhältnis entwickeln kann. Natürlich werde ich auch zu vielen das „Professionelle und geschäftliche“ Verhältnis wahren. Doch die, die man am meisten mag und die am interessantesten sind... Warum nicht? Schließlich profitieren Verlag und Blogger davon, wenn man miteinander arbeitet und nicht nebeneinander her. Ich denke, so etwas lässt sich aber so leicht wirklich nur bei kleineren Verlagen bewerkstelligen. Ich will niemandem was unterstellen, aber ich denke, dass eben beispielsweise die Leute bei Heyne genug zu tun und zu organisieren haben. Da kommen schließlich immer noch Massen an Nachrichten an. 

Wie steht ihr zu einem freundschaftlichen oder sogar familiären Verhältnis zwischen Blogger und Verlag / Autor? 
Habt ihr selbst ähnliche Beziehungen?