Ich kann nicht beschreiben, was zur Zeit mit mir nicht stimmt. Meine aktuelle Lektüre ist sehr gut und auch super spannend und trotzdem kann ich mich nur zu wenigen Seiten aufraffen, bevor ich das Buch knurrend wieder weglege und lieber in die Leere starre.
Man sagt immer, das Studium sei die beste zeit des Lebens... Aber ob das stimmt? Klar, ich habe unter dem Semester viel Freizeit und auch die Kurse, die ich belege, sind (überwiegend) sehr interessant und werden von super Dozenten gehalten. Und doch stecke ich zur Zeit in einem Tief. Prüfungsstress und Hausarbeiten. Das klingt vielleicht nicht nach viel, doch wenn in einem Monat alles auf einmal kommt und jeder verdammte Mensch irgendwas von einem will, bekommt man schnell die Krise. Ich sitze stundenlang an meiner Hausarbeit, lerne für Prüfungen, in denen 35384628 Dinge drankommen könnten und habe riesige Versagensangst. Eigentlich sollte ich mir keinen unnötigen Stress machen, aber man kann die eigenen Gedanken nunmal nicht kontrollieren. Ich habe aktuell keine Zeit. So ziemlich gar keine. In meinem Kopf kreisen dauerhaft Gedanken um die Uni und ich werde nachts wach und denke, ich muss meine verdammten Sachen schon abgeben. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mir den März herbeiwünsche. Bis dahin steht aber noch einiges an. Nämlich stundenlanges Lernen und tippen.
Inmitten von aufgeschlagenen, grauen Büchern zu sitzen und zusehen zu müssen, wie es draußen Tag und dann wieder Nacht wird ist schrecklich deprimierend. Ich hätte nie erwartet, dass ich von diesem Freizeit-Hoch direkt in dieses Prüfungs-Tief fallen könnte. An meiner Schule habe ich mich nie so stressen müssen. Selbst zum Abitur nicht. Und trotzdem habe ich einen guten Abschluss gemacht.
Ich will hier nicht nur rumheulen, nur habe ich gerade dieses ungreifbare Bedürfnis, mir all das von der Seele zu schreiben. Die Leute, denen ich das sage, kommentieren mit „Du schaffst das schon.“ oder „Das wird wieder besser.“. Sowas ist nett gemeint, aber es bringt mir nichts. Wenn ich diese stinkigen Helfenden Elfen hätte, deren Sendung ich früher so gesuchtet habe... Oh man.
Ich bereue es nicht, mich für die Uni entschieden zu haben, aber ich bereue es, so krass positive Erwartungen selbst an die Prüfungszeit gehabt zu haben.
Mir macht mittlerweile nicht einmal mehr Zocken oder Spazieren gehen Spaß. Ich bekomme meinen Kopf nicht frei. Es ist so, als würde ich ein Gewicht auf meinen Schultern tragen, das mich permanent nach unten drückt. Ich denke an gar nichts anderes mehr, als daran, dass ich vielleicht vollkommen versagen könnte. Dann wäre mein Plan kaputt. Was dann?
Ich glaube, ich habe mich selten so hilflos gefühlt.
Sorry für all das Wirrwarr.
Sind unter euch auch manche Leute so ausgelaugt?
Habt ihr Tipps?







