Montag, 17. Oktober 2016

{Gedankenkotze} Autoren die sich keine Mühe geben

Es ist nach einer ganzen Weile mal wieder Zeit für meine Gedankenkotze.
Wie immer gilt: Das ist meine Meinung und nicht die der ganzen Welt.



So, ich muss jetzt wirklich mal Dampf ablassen. 
In letzter Zeit häufen sich immer öfter Mails in meinem Postfach, die inhaltlich ungefähr so viel sagen wie „Hier, lies mal mein Buch! Das ist neu und wenn du mehr wissen willst, guck halt unter Amazon nach.“. Meistens netter formuliert, aber das war es dann auch. Man merkt sofort, wenn entsprechende Autoren meinen Blog nicht angesehen, oder auch nur eine Minute damit verbracht haben, sich etwas umzusehen. Sonst würde man mir nicht irgendwelche Ratgeber für das Finanzwesen oder das Leben anbieten. Zumal wurde schon des öfteren mein Name vollkommen falsch geschrieben. Es ist nicht schlimm, wenn man „Annabelle“ statt „Annabel“ schreibt, schließlich steht er auch anders in meiner Mail. Aber manche Buchstaben völlig wegzulassen oder zu verdrehen, sehe ich schon als sehr schluderig an. Entweder hat da jemand in extremer Hast blindwütig über seine Tastatur getippt, um möglichst schnell möglichst viele Mails an verschiedene Blogger zu schicken, oder es hat denjenigen/ diejenige einfach nicht die Bohne interessiert. „Liebe Blogger,“ ist zwar auch keine besonders persönliche Anrede, aber die haben (in meinem Fall) bisher sowieso nur einige Verlage benutzt, und da ist das ok, weil es nie um direkte Rezensionsanfragen ging.
Das hier mag für manch einen nur als Rumgerede wirken, aber ich wette, dass es auch viele Blogger unter euch gibt, die auch mit diesen Problemen zu kämpfen haben. Und das ärgert mich sehr. Mittlerweile überrascht es mich sogar positiv, wenn mir ein Autor oder eine Autorin in einer Mail viele Infos zum Buch mit hineinpackt, auf mehrere Links und sogar Rezensionen hinweist und richtig persönlich und freundlich wirkt. Und gewissermaßen ist das schade, denn eigentlich möchte man doch sein Buch möglichst gut präsentieren. Warum geben sich dann manche trotzdem nicht einmal die Mühe, den Klappentext per Copy-Paste einzufügen? Das sind zwei Handgriffe!
Bisher habe ich wirklich immer auf jede Anfrage geantwortet, denn ich empfinde es als sehr unhöflich, Mails einfach unbeantwortet vergammeln zu lassen. Und wenn jemand keine Antwort von mir bekommen hat, dann muss die Mail im absoluten Stress untergegangen sein. (Was ich nicht hoffe.) Aber heute Morgen habe ich wieder in mein Postfach geschaut, wieder eine 3-zeilige Mail gefunden, die inhaltlich absolut nichts über das Buch preisgibt, und ich habe nicht eine Sekunde daran gedacht, auch nur zu antworten. 
When a girl who turned me down for a date, asks me for a life in Candy CrushVielleicht versteht jemand das nicht, dann lasst es mich erklären:
Ein Blogger steckt (in der Regel) viel Zeit und Herzblut in seinen Blog und auch in die Rezensionen. Das sind immerhin auch mehrere Stunden Arbeitszeit, die ein Rezensionsexemplar erfordert. Einige Stunden braucht es, das Buch überhaupt erstmal zu lesen. Ich mache mir dann nebenbei und danach Notizen über alles Mögliche. Ich fertige einen Post an, bastle per Photoshop die Bilder zurecht, teile die Rezension dann auf verschiedenen Plattformen und dann bekomme ich vom Autor nicht mehr als ein „Mein Buch ist neu, lies das doch auch mal.“? Ehrlich gesagt, sehe ich das einfach nicht mehr ein. Fashionblogger beispielsweise verdienen sich im großen Stil eine goldene Nase, wenn die Produkte bewerben und darüber Posts verfassen. Wir Buchblogger machen nichts anderes! Und ich bin noch nie auf jemanden gestoßen, der Bücher rezensiert und dafür Geld verlangt. Ich will nichts lostreten, aber manchmal glaube ich, dass es besser wäre, wenn Rezensionen etwas kosten würden. Denn dann würden manche Autoren sich wohl auch mehr Mühe geben und nicht wie verrückt Mails an möglichst jeden schicken. 
Aber Bezahlung ist ein anderes Thema, um das es hier eigentlich nicht geht.
Es macht mich einfach stockwütend, dass manche Autoren uns Buchblogger nur als billige Werbeplattform sehen. Dass da noch Menschen dahinter sitzen, die bereit sind, IHRE Freizeit in eine Rezension zu stecken, scheint an solchen Leuten vorbeizugehen.
Natürlich gibt es, wie bereits erwähnt, auch Autoren, die sich auch in den Anfragen Mühe geben. Einige packen noch viele Goodies mit zu den versendeten Büchern, manche signieren sie sogar noch extra. Sowas ist natürlich kein Muss, aber es freut mich eben ungemein, wenn ich merke, dass da doch noch daran gedacht wird, dass sich jemand bereitwillig Zeit für das entsprechende Buch nimmt.
Selbstverständlich liebe ich es, Bücher zu lesen und sie dann zu rezensieren. Mein Blog ist eins meiner liebsten Hobbys (mittlerweile schon etwas mehr als das) und ich bin immer froh, wenn ich neue Bücher und Autoren kennenlernen darf. Mir tut es nur leid für die Autoren, die wirklich ihr Herzblut in alles stecken und dann vielleicht keine Antwort oder eine Absage bekommen, weil der entsprechende Blogger kurz davor einmal zu oft eine Rezensionsanfrage einfach hingeklatscht bekommen hat.
reaction charlie gifVor einiger Zeit meinte sogar einmal eine Autorin, dass sie nur auf lediglich 20% ihrer Mails überhaupt eine Antwort bekommt. Ob die dann positiv oder negativ ausfallen ist nochmal eine ganz andere Geschichte. Und diese Autorin hatte sich WIRKLICH Mühe mit ihrer ersten Mail an mich gegeben. Und glaubt mir, wenn jeden Tag verschiedenste Mails eintrudeln, kann man da schnell differenzieren, wer sich Gedanken bei dem Schreiben der Anfrage gemacht hat, und wer nicht.
Ich verlange ja nicht einmal, dass ein Autor sich erst meinen gesamten Blog durchliest bevor er mir eine Mail schreibt. Und ich habe auch nichts gegen Standardtexte, die in jede Anfrage eingefügt werden, aber dann sollten diese Texte trotzdem nicht nur aus einem lieblos getippten Satz und einem Amazonlink bestehen. 


So, mir geht es schon etwas besser. Aber ich finde, das hier musste mal gesagt werden.

Gibt es unter euch Blogger, denen es ähnlich geht?
Wie geht ihr mit solchen Anfragen um? Antwortet ihr noch auf alle?
Und was sagen die Autoren unter euch zu diesem Thema?



Kommentare:

  1. Hi Annabel,

    ja, das Problem kenne ich auch. Und ich find das auch echt nervig!
    Monika hatte da mal einen wirklich tollen Artikel darüber geschrieben, und zwar hier:
    http://www.bod.de/fingerprint/allgemein/wir-wollen-alle-dasselbe-oder-doch-nicht-rezensionen/

    Wirklich ein toller Beitrag, den sich jeder Autor, den das betrifft, durchlesen sollte! Auf den Artikel hin hab ich auf meinem Blog eine "Autoren Info" eingefügt und seitdem weiß ich sehr genau, wer meinen Blog vorher angeschaut hat, oder nicht.

    Auf so "Dreizeiler Anfragen" antworte ich mittlerweile nicht mehr - wenn sich die Autorin oder der Autor keine Mühe gibt und Rundmails schickt, sehe ich mich auch nicht genötigt, da drauf zu antworten.
    Ansonsten beantworte ich aber alle Anfragen bei denen ich merke, dass sich zumindest Mühe gegeben wurde, nett zu schreiben und das Buch auch ordentlich vorzustellen. Es kann zwar mal ein paar Tage dauern, aber du weißt ja selber, wie viel Zeit man übrig hat ...

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hallöchen,

      eine Infoseite für Autoren und Verlage werde ich auch noch definitiv einrichten. Ich muss nur zusehen, dass es nicht zu harsch klingt.:D
      Und danke für den Link, der ist echt super! Den werde ich auch auf jeden Fall mit in die Infos packen.

      Wie gesagt: Ich finde es eben nur sehr schade, dass auch andere Autoren darunter leiden müssen, dass manch anderer so herzlos mit der ganzen Sache umgeht. In der Regel ist doch das eigene Buch wie ein Baby, da verstehe ich einfach nicht, wie man es da nicht möglichst schmackhaft machen will. Es geht ja nicht mal nur darum, dass wir als Blogger schöne Klappentext zu lesen haben, sondern auch schlichtweg um die Tatsache, das Autor/in und Buch dadurch auch gleich unsympathischer wirken...

      danke für den Kommentar♥
      beste Grüße

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    2. Eben ... wenn ich was von mir persönlich anderen näher bringen möchte, gebe ich mir doch ein bisschen Mühe und zeige, um was es geht bzw. erkundige ich mich vorher, ob das auch zu dem Blog bzw. der Bloggerin passt. Die ganzen Infos kann man zusammenstellen und dann weiterkopieren, aber ein paar persönliche Zeilen dazu finde ich schon wichtig.
      Ich weiß, dass es die Autoren sicher auch nicht leicht haben, aber wer hat das schon.
      Zum Glück gibt es aber eben auch andere, denen man dann gerne antwortet ;)

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    3. Und zum Glück lernt man trotz allem immer wieder tolle Leute kennen.^^

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  2. Huhu :)

    da bin ich doch glatt mal hier hängen geblieben. Ein Thema, dass uns Blogger glaube ich alle betrifft (mal mehr, mal weniger). Ich kann auf jeden Fall nachvollziehen, dass dich das nervt. Mich selbst nervt es auch, denn natürlich kenne ich diese Art Mails. Ganz besonders schlimm finde ich, dass man mir immer wieder Thriller andrehen will, obwohl ich wirklich wenig in diesem Genre lese und daher auch kein guter Ansprechpartner bin. Hauptsächlich findet man bei mir Fantasy, Dystopien und Jugendbücher. Ganz selten mogelt sich mal ein Thriller dazwischen, wenn ich das Buch wirklich interessant finde. Und nur, weil dann 1 mal im halben Jahr bei mir eine Rezi zu einem Thriller online geht, kommt gleich jemand an "oh, ich habe gesehen du liest auch Thriller. Lies und rezensiere doch mal meinen." Boah, da könnte ich echt ausflippen. Oder auch immer gerne genommen Sachbücher über Sex und der Beziehung zwischen Mann und Frau... Oder pädagogische Sachbücher, kam auch schon vor. Auf meinem Blog existiert nicht eine Rezension zu irgendeinem Sachbuch. Mittlerweile reagiere ich auch nicht mehr darauf, bin ich ehrlich. Wenn sich nicht wenigstens kurz die Mühe gemacht wird zu gucken, welche Genre auf meinem Blog bevorzugt zu finden sind, dann kann ich mir die Mühe eine Antwort zu verfassen auch sparen. Der Gipfel war ja, als mir vor zwei Wochen oder so ein Thriller-Autor auf Goodreads (!) - also nicht mal die Mühe gemacht es per Mail machen - geschrieben hat, dass ich sein neues Buch lesen und rezensieren soll. Und er kam darauf, weil ich zu einem Thriller von Markus Heitz etwas geschrieben habe. Nämlich, dass ich es pausiert habe (mittlerweile bin ich mir sogar sicher, dass ich es abbrechen und nicht mehr weiter lesen werde). Da steht, dass ich es zwar nicht super schlecht fand, allerdings gemerkt habe, dass ich damit gerade einfach nichts anfangen kann und dafür wirklich in der Stimmung sein muss. Und dann kommt man als Autor auf die Idee diesem Goodreads-User eine Anfrage zu schicken? Ernsthaft? Da fiel mir nichts mehr zu ein. Ich habe auch nicht geantwortet. Sorry, aber das fand ich echt ziemlich dreist.

    Natürlich gibt es auch nette Autoren, bei denen man merkt, dass sie sich zumindest ein bisschen über einen informiert haben und ganz lieb schreiben. Da antworte ich dann natürlich auch gerne. Man kann ja auch mal Glück haben und das angebotene Buch klingt ganz interessant und man mag es wirklich lesen, habe ich auch schon gehabt. Allerdings sind die in letzter Zeit sehr sehr rar geworden. Leider.

    Wo ich nicht mit dir einer Meinung bin ist, dass Rezensionen Geld kosten sollten. Ich verstehe zwar den Vergleich den du ziehst mit den Fashionblogs, allerdings würde ich persönlich bei Büchern jetzt nicht so weit gehen, da würde ich schon noch differenzieren. Es ist mein Hobby und dafür möchte ich auch kein Geld bekommen ^^. Die kostenlosen Rezensionsexemplare sehe ich da quasi als meinen Lohn.

    Auf jeden Fall ein sehr schöner Beitrag von dir :). Über dieses Thema ließe sich bestimmt noch endlos diskutieren.

    Liebe Grüße
    Insi Eule

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    1. Oha, okay... Auf Goodreads ist das schon krass.:D
      Ich habe zwar mal eine Anfrage bei Lovelybooks bekommen, aber das war auch nur eine, das Buch war toll und immerhin teile ich ja auch dort sehr viel...
      Mir wurden zwar auch schon Genres angeboten, die eigentlich absolut nicht mein Beuteschema waren, aber eine Autorin hatte das sogar extra angesprochen und auch damit begründet, dass im Buch einiges vorkommt, was ich selbst in meinem "About Me" stehen habe. So etwas finde ich dann in Ordnung, denn das Buch hat letztendlich auch eine sehr gute Rezi bekommen.
      Aber so kann es ja leider nicht immer sein.:/
      Mir wurde sogar schon ein Ratgeber über Beziehungen angeboten. Also ehrlich, ich bin noch keine 20, die sollen mich erstmal ein paar Jahre eine Beziehung führen lassen.:D

      danke für den Kommentar:)

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    2. Hihi, ja auf Lovelybooks habe ich auch schon mal eine Anfrage bekommen. Aber die war wirklich super nett, das habe ich dann auch angenommen ^^. Aber wirklich so 3 Sätze auf Goodreads, nur aufgrund einer kurzen Meinung von mir, die nicht einmal sonderlich positiv für das Buch / das Genre ausfällt... Äh nee. Mein Blog ist in meinem Profil verlinkt, aber da wurde sich nicht mal die Mühe gemacht sich den anzuschauen. Das fand ich in der Tat krass ^^'.
      Ja das ist auch okay, da hat sich die Autorin wenigstens über dich informiert. Das kann man leider wirklich nicht von allen behaupten...

      Liebe Grüße
      Insi Eule

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  3. Heyho,

    das Problem daran ist: Es gibt leider keine "optimale" Art, an Blogger heranzutreten.

    Es gibt Blogger, denen dreizeilige Nachrichten verständlicherweise auf die Nerven gehen, weil sie nach Faulheit des Autors aussehen. Umgekehrt gibt es aber auch mehr als genug Blogger, die bei einem längeren Anschreiben, für das man sich richtig Mühe gegeben hat, sofort abwinken, weil sie bei all den Nachrichten, die sie bekommen, weder Zeit noch Lust auf lange Texte haben. Normalerweise sollte man ja meinen, Buchblogger hätten keine Probleme mit längeren Texten, aber da habe ich schon ganz andere Erfahrungen gemacht. ;) Was aber auch nachvollziehbar ist - wenn an einem Tag ein halbes Dutzend Autoren mit halben Aufsätzen zu ihren womöglich nur mäßig interessant klingenden Büchern an den Blogger herantreten, dürfte dessen Antwortmotivation sehr schnell schrumpfen.

    Dass man als Blogger(in) voraussetzen kann, dass sich der Autor vorher mit dem Blog beschäftigt und nach Möglichkeit auch nur dann an einen herantritt, wenn er zum Schluss kommt, dass der Blogger und das Buch zueinander kompatibel sein, sollte sich von selbst verstehen. Dass der Autor aber dann genau in der richtigen (qualitativen oder quantitativen) Weise an den Blogger herantritt, ist dadurch trotzdem nicht gegeben. Dafür sind Blogger zu verschieden.

    Mein Eindruck ist eher, dass "individuell auf den Blog zugeschnitten, aber trotzdem so kurz und kompakt wie möglich" die bestmögliche Variante ist. Aber auch das ist keine Garantie - je größer der Blog, desto wahrscheinlicher dürfte es sein, dass der Blogger wenig Lust darauf hat, sich mit individuellen Nachrichten zu beschäftigen, da es umgekehrt bedeutet, selbst möglichst individuell darauf zu antworten. Der Vergleich zu einem Blog hinkt zwar, aber wir bekommen bei Leserkanone an den meisten Tagen eine dreistellige Zahl an Mails - was da übermäßig individuelle Antworten erfordert, wird zwischen den Mitarbeitern tagelang hin- und hergeschoben, weil der Aufwand zu groß ist.

    Daher: Wie man es macht, macht man es falsch. ;) Und so wie man mit der Antwortlänge falsch liegen kann, kann man auch mit allem anderen falsch liegen. Die einen Blogger freuen sich über Goodies, die anderen finden sie womöglich unangenehm, weil es wie ein kleiner "Bestechungsversuch" wirken könnte. Auch das ist also bis zu einem gewissen Grad Glückssache.

    Gruß,
    Axel (übrigens sowohl von vielen Bloggern als auch Autoren pausenlos als "Alex" bezeichnet ;) )

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    1. Hallöchen,

      eine Autorin, die ich sehr mag, meinte auch gestern noch, dass sie das gleiche Problem hat. Ich habe ihr schon vorher von meinem geplanten Post erzählt und sie meinte ebenfalls, dass sie meistens eher Antworten auch kurze Nachrichten bekommt. Geschmäcker scheiden sich ja aber bekanntlich.^^ Ich habe gern viel zu lesen, deswegen finde ich auch längere Mails besser. Es müssen ja keine ewigen Romane sein, aber wenigstens ein paar Infos zur Person und zum Buch. So meinte ich das.^^ (Hochloben meines Blogs ist dann optional. :P)

      danke für deinen Kommentar:)

      (Ich merke immer wieder, wie gut meine Gedankenkotze ankommt... Das ist so toll.:D)

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  4. Hallo Annabel,

    ich sehe das als Autor genauso wie Du. Für mich ist das Anschreiben von Bloggern, so wie ernsthaft einen Job suchen. Ich schaue mir an, was die Bloggen, passe ich da rein, kann ich da rein passen, suche mir den entsprechenden Ansprechpartner aus dem Impressum heraus und versuche ihn auch direkt anzumailen. Dann versuche ich sie/ihn davon zu überzeugen, warum ich denke, dass ich in den Blog passe. Und ja, mein Schnitt liegt auch bei ca. 20% der Mails, die überhaupt beantwortet werden. Gut. Ist hart, aber Realismus. Denn in unserer Überflussgesellschaft hat kein Mensch auf mein Buch gewartet.

    Also muss ich mir Mühe geben. Oder, wie eine uralt Postkarte mal so schön sagte: Wer f... will, muss freundlich sein.:-)

    In diesem Sinne, mach einfach weiter so, wie bisher!
    L. G.
    Anton

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  5. Hi Annabel,

    ja, das erlebe ich in letzter Zeit leider auch oft und finde es sehr schade. Ich kann mich dann meistens auch nicht zu einer Antwort hinreißen lassen, wenn das Anschreiben so absolut lieblos und unpersonalisiert ist. Ich bin inzwischen mit einigen Autoren befreundet, die wirklich viel Herzblut auch in ihre Arbeit mit Bloggern stecken, leider gibt es aber auch immer diejenigen, die es einfach als günstige Werbung sehen, in die man keine Mühe stecken muss.

    Danke für deine offene Worte!
    Liebe Grüße
    Desiree

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  6. Das ist ein Thema über das ich aktuell wieder viel höre. Ich bekomme zwar nicht allzu viele Anfragen, muss aber zugeben, dass ich wirklich in den wenigsten Fällen antworte, weil die Bücher in fast allen Fällen wirklich NULL zu meinem Blog passen. Davon, dass die Mails oft gar nichts aussagen, will ich gar nicht anfangen, aber ich habe in meinem Leben noch keinen Krimi gelesen und erst recht nicht rezensiert, also was bringt jemanden dazu, mir einen anzubieten? Da merkt man dann einfach, dass man einfach nur möglichst schnell meine Mailadresse rausgesucht und keine Sekunde länger als nötig auf meinem Blog verbracht hat und da verbringe ich eben auch keine Sekunde länger als nötig mit der Mail. Eigentlich finde ich das nur fair.
    Wenn sich ein Autor wirklich Mühe gegeben hat oder das Buch wenigstens theoretisch zu meinem Geschmack passen würde, würde ich auch wenigstens eine kurze Antwort tippen, aber wie gesagt war das bisher einfach fast nie der Fall.

    Liebe Grüße!

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  7. Ich habe in letzter Zeit auch viel darüber gelesen, dass es solche Anfragen an Buchblogger gibt. Mich selbst trifft das Thema nicht oder höchstens von der anderen Seite. Da ich aber Marketing studiert habe, weiß ich dass ohne eine zielgruppengerechte Ansprache eben häufig gar nichts geht. Zielgruppe ist hier der Blogger, den sollte ich kennenlernen oder mir zumindest ein Bild machen, ehe ich ihm mein Buch vor den Latz knalle. Ich sollte einen Blogger finden, der mein Genre liest - sonst fällt eine mögliche Besprechung eher negativ aus, wenn das Genre eben nicht gefällt und auch die Leser des Blogs stehen vermutlich eher auf das, was der Blogger sonst liest - ich erreiche also auch meine Käufer nicht.
    Natürlich sollte auch sonstiger Kontakt freundlich und persönlich ablaufen, aber das sollte sich wirklich von selbst verstehen (was es leider eben doch nicht tut). Schade, dass diese Anfragen eure Postfächer so zubomben, dass ihr die Perlen kaum noch finden könnt. Ich wünsche dir viel Erfolg beim Postfach ausmisten ;-)
    Viele liebe Grüße
    Erin

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  8. Guten Morgen!

    Ich hab deinen Beitrag heute in meiner Stöberrunde verlinkt :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  9. Huhu, sehr guter Beitrag! Ja sowas kennen wir auch. Natürlich freut man sich wenn man ein neues Buch Rezensieren soll, aber spätestens wenn man schon etwas mehr zu tun hat muss man sich ja auch entscheiden welchem Autor man zustimmt. Und genau dann ist es ja entscheidend wie einem der Autor gegenüber getreten ist. Die absolut beste Anfrage habe ich von Susan Akca bekommen! Diese Autorin hat sich sehr viel Mühe gegeben und ich fühlte mich bei ihr als kennen wir uns schon Jahre lang!

    Liebe Grüße
    Kati :)

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  10. Liebe Annabel,

    das hast Du sehr gut auf dem Punkt gebracht!!!

    Ich habe früher auch immer alle Mails beantwortet. Inzwischen beantworte ich keine mehr, die nicht mal meinen Namen in die Anrede reinschreiben. Da steht nur "Hallo" und das wars.
    Soviel Zeit muss doch sein, das man wenigstens den Namen des Bloggers in die Anrede schreiben kann.
    Das hatte ich in letzter Zeit leider einmal zu oft gehabt.

    Liebe Grüße,
    Sabrina

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  11. Ave,
    ich persönlich lese bislang gar keine Rezensionsexemplare. Das hatte bisher verschiedenen Gründe, aktuell liegt es aber vor Allem daran, dass mein Blog und das Lesen in den nächsten Monaten definitiv zu kurz kommen werden.
    Ich habe auf meinem Blog sogar einen Verweis, dass ich (derzeit) kein Interesse an Rezensionsexemplaren hege.
    Dennoch bekomme ich gelegentlich Anfragen, die dann auch eher "dahingeklatscht" wirken.
    Das abenteuerlichste war, als ich mal in einer E-Mail als "Diana" angeschrieben wurde. Keine Ahnung wieso, aber mein Vorname hat nicht einen einzigen Buchstaben mit "Diana" gemein. Da war ich dann auch so frei, gar nicht erst weiter zu lesen - immerhin war die Mail ja wohl nicht an mich gerichtet. ;)

    Liebe Grüße,
    Seitenfetzer

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  12. Hallo Annabel,

    jaaaa, diese Mails kenne ich auch... Ich bin inzwischen dazu übergegangen, auf diese unpersönlichen Mails gar nicht mehr zu antworten. Auch nicht mal mehr mit einem kurzen "nein, danke". Ich sehe das einfach nicht ein. Diese Autoren scheinen sich keine Mühe gegeben zu haben überhaupt mal zu schauen, was ich rezensieren mag, sondern haben einfach nur im Bcc-Feld diverse Blogger reinkopiert und starten ihre Mail mit "Hallo lieber Blogger" - warum soll ich mir dann die Mühe geben und eine freundliche Antwort-Mail schreiben? Da ist mir die Zeit zu schade, ehrlich.

    Wenn ich allerdings erkennen kann, dass ein Autor es ernst meint, dann kommt auch auf jeden Fall eine Antwort von mir - auch, wenn sie negativ ausfallen sollte.

    Liebste Grüße
    Steffi

    P.S. (Diese Finanz-Dingens-Anfrage habe ich übrigens auch gekriegt *augenverdreh*)

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  13. Hallo Annabel,
    durch Zufall bin ich bei Aleshanee auf diesen Artikel gestoßen und ich kann dich gut verstehen.
    Auch ich hatte letztes Jahr schon einen Artikel mit dem Thema auf meinem Blog gepostet.

    http://buecher-von-suhani.blogspot.de/2016/08/wochenend-gedanke-was-wunsche-ich-mir.html

    Mir brauch man auch keine langen Romane schreiben, aber ein paar Kleinigkeiten sollten schon sein, denn unpersönliche Rundschreiben – am Besten noch an gleich einen ganzen Pulk von Bloggern - lösche ich auch einfach ohne schlechtes Gewissen.

    Aber zum Glück gibt es eben auch noch Autoren, die sich persönlich mit dem Blogger auseinander setzten und so hab ich auf dem Weg schon tolle Bücher kennen gelernt, die ich sonst wohl nicht gefunden hätte und eben auch die netten Kontakte zu den Autoren.
    Und das macht die gelöschten Mails allemal wieder wett, wie ich finde. :)

    Ich wünsche dir noch viel Lesezeit und nette Autoren mit tollen Büchern!

    Liebe Grüße von der Nordsee,
    Su

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