Donnerstag, 12. Mai 2016

{Gedankenkotze} Großer Blogger vs. Kleiner Blogger

Gerade aktuell häufen sich wieder die Facebook- und Blogposts, in denen sich Buchblogger über das leidige Thema „Großer Buchblogger vs. Kleiner Buchblogger“ auslassen. Ich weiß, ich habe mich da auch schon immer mal wieder mit befasst, aber irgendwie bleibt es ja ein stetes Diskussionsthema. Ich selbst würde mich in keine der beiden Gruppen ordnen. „Klein“ ist mein Blog nicht mehr, aber als „groß“ würde ich ihn auch nicht bezeichnen. Ich glaube, mit 312 Lesern stehe ich ganz gut in der Mitte. Und deswegen kann ich jetzt auch wissenschaftlich fundiert behaupten, dass ich für keine beider „Gruppen“ Partei ergreife und neutral dazwischen stehe. :D Denn ehrlich gesagt möchte ich einfach mal wieder einen Gedankenkotze-Post schreiben und wo kann man sich besser zusammen drüber aufregen, als über sowas? 
Also, fangen wir mal bei der allgemeinen Problematik an. Wie steht es im Kopf der Massen?
→ Kleine Blogger sind eifersüchtig auf die Großen vs. Große Blogger geben Kleinen keine Chance.
Aber stimmt das so? In den meisten Mecker-Posts die ich so lese, wird zumindest immer wieder etwas in der Art ausgedrückt. Ich will da auch nicht weiter auf die Gründe eingehen, wer nun mehr böse ist und fies und so. Letztendlich kann man sich da ja eh ewig drüber streiten. 
Aber ich sage mal einfach meine persönliche Meinung dazu.

1- Kleine Blogs
Ich muss zugeben, ich selbst suche eher selten aktiv nach neuen Buchblogs, schaue aber schon vorbei, wenn ich mal irgendwo eine Verlinkung finde. Und jetzt verrate ich etwas, weswegen mich   wahrscheinlich einige hassen werden: Manche kleine Blogs schrecken mich schnell wieder ab. Nicht, weil sie klein sind, sondern weil es da für mich meistens nichts Besonderes gibt. Ja, das ist unfair und fies und ich weiß selbst, wie schwer es ist, erstmal von anderen beachtet zu werden. Aber ich sage ja auch nicht, dass ich prinzipiell neue Blogs nicht mag. Nur wenn ich einen Blog finde, auf dem es 2 kurze, popelig geschriebene Rezensionen zu Büchern gibt, die mich eh nicht interessieren und der Blog dazu das übliche Kackbraun-Auf-Weiß-Design hat... Da folge ich einfach nicht. Wozu auch? Damit ich in einem Monat wieder den Blog von meiner Leseliste entfernen kann? 
Ja, ich weiß- Man muss sich erstmal im Rezensionenschreiben üben.
Und ja, ich weiß auch, dass niemand von heute auf morgen einen supergeilen tollen Blog hat. Aber wie gesagt: Was hat die Bloggerin/ der Blogger davon, wenn ich nach kurzer Zeit eh wieder gehe? Es gibt einige Blogger, die trotzdem folgen um einfach zu sehen, wie sich der Blog entwickelt. Nur bin ich eben keine von denen. Steinigt mich ruhig. Sorry.:D

2- Große Blogs
Es stimmt schon, neben all den wirklich berühmten Buchblogs gehen kleine schnell unter. Außerdem wirkt es oft so, als würden sich nur die großen Blogs gegenseitig puschen, wobei ich aber eher denke, dass es daran liegt, dass diese Leute nun einmal schon länger im Geschäft sind und sich schon eine Weile kennen, vielleicht sogar befreundet sind. Und mal ganz ehrlich: Würde einer von euch einfach mal so einen wildfremden Blog einfach so puschen? Naaaa, die Wenigsten, oder? Ich selbst verlinke auch hin und wieder mal andere Blogs, wenn ich dort Ideen herhole oder so, aber das passiert eben auch eher selten.
Werden große Blogs von Verlagen und Autoren bevorzugt? Definitiv! Aber das ist nachvollziehbar. Wo werden wohl mehr Leute erreicht? Über einen Blog mit 20 Lesern, oder über einen mit 500? 
Ich selbst kann sagen, dass ich aber auch schon mit 80 Lesern Rezensionsanfragen bekommen habe. Und gerade die Randomhouse Verlage, Piper und Co. Geben auch oft an unbekanntere Blogger was raus. (Hier noch einmal aber als Bemerkung: Von nichts kommt nichts. Man kann nicht Buchblogger werden und drauf warten, dass die Autoren und Verleger einem die Bude einrennen und wollen, dass du ihre Bücher bewertest. So stellen sich das nämlich manche wirklich vor, wie mir das vorkommt. Allein wie oft man bei Facebook liest „Ich habe jetzt einen Buchblog, wie bekomme ich jetzt kostenlose Bücher?“... Aber dazu habe ich mich ja schonmal in einem anderen Post ausgelassen.)

Im Großen und Ganzen: Zickt euch nicht an, sondern habt euch lieb. Die großen Blogger mussten sich ihren „Stand“ auch erstmal erkämpfen und ein Blog fordert viel Aufmerksamkeit und Arbeit, wenn er groß werden soll. Und (ja, nach diesem Post muss gerade ich das sagen) gebt auch kleinen Bloggern eine Chance. (Wie gesagt, ich meide ja nicht alle kleinen Blogs. Nur die, die mir eh nicht zusagen. Heißt aber nicht, dass ich da nie wieder vorbeischaue.)

Bitte bitte hasst mich nicht.♥

devin townsend project devin townsend gif



Kommentare:

  1. Ich verstehe das, was du sagen willst so was von. Ich würde nicht sagen, dass ich mit meinen 173 Followern ein kleiner Blog bin, das ist ja schon ziemlich viel. Aber ich würde auch nicht sagen, dass ich ein großer Blog bin, ich stecke so mitten drin :D
    Aber ich kenne das auch von Instagram oder sonstigem, dass sich eigentlich nur große Accounts gegenseitig Shoutouts geben etc. Aber du bringst es ja auch schon zur Sprache, was habe ich mit sagen wir mal 700 Followern davon, wenn mich jemand mit 50 promotet? Eigentlich nichts. Genauso mit der Sache mit den Verlagen.
    Und ich schau auch häufig bei kleinen Blogs vorbei, aber da muss ich dir auch Recht geben. Wenn da vielleicht 5 Posts sind, kann ich einfach nicht sagen "wow der Blog haut mich um".

    Aber jeder fängt ja mal klein an :)

    Liebst, Lara.

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  2. Hey Annabel,

    ehrlich gesagt hab ich von der Diskussion bisher noch gar nichts mitbekommen. Ich glaube heutzutage ist es schwerer einen Blog hochzuziehen weil es mittlerweile doch sehr, sehr viele gibt. Als ich vor über vier Jahren angefangen habe, hatte ich davon nicht den Eindruck.
    Dennoch kann ich deinen Standpunkt gerade zu kleinen Blogs gut nachvollziehen, es ist halt schwer Leser zu erreichen wenn man noch kaum etwas zu bieten hat, das muss sich einfach entwickeln und dazu braucht man ganz einfach Geduld.
    Wenn ich so an meine Anfänge denke, dann weiß ich heute gar nicht wie ich es geschafft habe wie du im guten Mittelfeld zu landen, aber ich hatte damals unterstützung von einer Bloggerin und ich denke, wenn man sich die Zeit nimmt und jemanden lieb fragt, dann kann man diese auch heute noch finden. :)

    Dass immer mehr ihre Blogs eröffnen um Rezi-Exemplare zu bekommen ist auch immer mehr mein Eindruck, denn auf Facebook liest man diese Frage ziemlich oft und ich finde, dass ist einfach die völlig falsche Intention..

    Und dass große Blogs nur sich puschen, mag stimmen aber ist ja irgendwo auch okay und eigentlich denke ich, dass man das als kleiner Blogger durchaus schaffen kann von ihnen beachtet zu werden, würde man sich drum bemühen sich vielleicht mit ihnen anzufreunden.
    Beim bloggen muss man nun mal Zeit, Muße und Geduld investieren und das galt ja nun mal für jeden von uns.
    Von daher finde ich deine Gedanken dazu völlig legitim und kann sie sogar recht gut nachvollziehen. :)

    Liebe Grüße
    Svenja

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  3. Hey,

    klicke mich gerade durchs www und habe deinen Blog entdeckt und natürlich gleich den Artikel gelesen.

    Ich würde mich freuen, wenn du mal meinen Blog anschaust, evtl. hast du ja den einen oder anderen Tipp oder wirst vielleicht bei mir Mitglied?(Natürlich nur bei gefallen,wie du schon geschrieben hast). Erwarte aber nicht zu viel, er ist noch recht neu, aber mir geht es nicht um die Rezi-Exemplare,ich möchte mich nur mitteilen und meinen Senf zu Büchern abgeben. :D Ich werde dir jedenfalls folgen, da ich deine Beiträge hier sehr gut finde und diese nicht so 0815 sind.

    www.gedanken-vielfalt.blogspot.de

    Lg

    Steffi

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  4. Hey, toller Post! :)

    Und ja, ich kann das sehr gut nachvollziehen, dass du kleinen Blogs erstmal nicht folgst. Muss ja auch jeder selber entscheiden, wie er das macht. Ich folge ihnen schon (also nicht allen, die ich finde) um zu sehen, wie sie sich so entwickeln. Bei manchen bleibe ich dann dabei, anderen entfolge ich dann eben wieder ...
    Und ja, ich pusche auch mal kleine Blogs (gerade kleine Blogs!) weil die es viel nötiger haben als große.
    Natürlich teile ich gerne auch Beiträge von Bloggern, die ich jetzt schon länger kenne, ist klar, aber eben auch andere, bei denen ich merke, dass die Reichweite noch nicht so hoch ist. Aber ich merke auch nicht, dass das viele machen ...

    Wenn man noch am Anfang steht, muss man eben Geduld mitbringen, oder viel Zeit mit Werbung. Was hab ich Zeit investiert anfangs und überall meine Beiträge geteilt, damit man überhaupt mal aufmerksam wird auf mich und meinen kleinen Blog *lach* Aber dafür hatte ich auch relativ schnell einige Leser und einige davon sind auch bis jetzt erhalten geblieben. Natürlich nicht alle, aber das muss ja auch nicht sein. Es sollen ja die Leute bleiben, denen gefällt, was ich schreibe.

    Und wie du schon sagst, dass Verlage hauptsächlich Bücher an "Große" rausgeben ist logisch und verständlich. Würden wir an deren Stelle auch nicht anders machen. Und macht ja auch Sinn ;)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  5. Hallo Annabel,
    mit meinen 75 Lesern gehöre ich noch zu der kleinen Sorte Blogger, aber ich denke mir auch meistens: Ich mache das für mich, weil ich es Liebe und nicht um möglichst viele Likes und Follower zu bekommen. Natürlich ist es schön wenn man Menschen, Leser hat die auch mögen was du schreibst, die deinen Blog mögen!
    Das viele nur auf die Rezi Exemplare aus sind ist mir auch schon aufgefallen und ich finde das schrecklich! Natürlich freue ich mich selbst auch, wenn ein Verlag oder ein Autor mich fragt ob ich das ein oder andere Buch Lesen möchte, aber nun fangen meine Bücher auch schon an sich zu stapeln und ich Lese so ungern auf Druck! Die neuen Blogs sollen erst einmal reinkommen und schauen wie es läuft, weil man meistens schon nach kurzer Zeit wieder aufhört.
    Zu den Designs...Meines war ne ganze Zeit lang auch wirklich wahnsinnig langweilig, aber ich bin niemand der sich auskennt mit Designen usw. Doch nun habe ich die Liebe Leslie von LeFaBook gefragt ob sie mir hilft und sie hat mir wirklich ein wunderschönes Design gezaubert und ich konnte eine neue Freundin dazu gewinnen.
    Ich sehe es also auch so, dass man auf andere Blogs zugehen sollte!
    Dir nun noch einen wunderschönen Abend!
    Julia<3

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  6. Stimmt schon, Blogs haben es heute aus verschiedenen Gründen schwerer. Es ist schon richtig was an Arbeit erforderlich, damit man beachtet wird. Es reicht ja nicht mehr einfach, ein paar Artikel herunter zu tippen. Man muss regelmäßig posten, originell sein, gut vernetzt, aktuell sein, selber viel kommentieren, social media nutzen und und und. Das braucht Durchhaltevermögen. Gerade weil Buchblogs so langsam wachsen. Bei mir sind in den letzten zwei Jahren etwa 50 neue Follower bei Google Friends Connect dazu gekommen und ich kommentiere viel und auf Blogs unterschiedlichen Genres. Es dauert eben. Da haben es kleine und vor allen Dingen neue Blogs oftmals schwer. Mich schreckt zum Beispiel oft das Design und die lieblosen Blogposts ab. Dabei kann man nicht von allen verlangen, dass sie zu professionellen Programmierern und Fotografen werden, aber ein wenig Weiterbildung auf den Gebieten gehört auch dazu. Das Auge "isst" schließlich mit.
    Das hat nichts damit zu tun, dass die Großen es den kleinen nicht gönnen oder schwer machen. Das Ganze ist ein Wettkampf. Angebot und Nachfrage.

    Deswegen sollte man es den Erfolgreichen einfach gönnen, sich eine Scheibe abschneiden und weiterhin sein Bestes geben. Oder eben lassen, aber die Schuld dann nicht bei anderen suchen.

    Liebe Grüße,
    Susanne

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