Dienstag, 14. Oktober 2014

{Rezension} Shadowfall - Schattenwende



'Der Grad zwischen gut und böse ist sehr schmal, Daphne. Manchmal gerätst du in den Konflikt. Und manchmal muss man selbst böse sein, um ein vielfach größeres Übel zu vernichten.' - Reagan          

Los Angeles, 2009: Unversehens stolpert Daphne mitten hinein in einen Krieg zwischen Vampiren und deren skrupellosen Jägern, den Genus Solem. Doch ist die Begegnung mit dem Vampir Reagan, dem Anführer der Shadowfall, wirklich nur Zufall? Hat sie nicht schon immer gespürt, dass sie anders ist als die Menschen in ihrer Umgebung? Hin und her gerissen zwischen ihrer Faszination für den rauen Vampirkrieger und dem Wunsch, ihre kleine Tochter zu beschützen, gerät Daphne immer tiefer in die düstere Zwischenwelt der Vampire.

Die Shadowfall, Nachfahren der vergessenen Var'ir, kämpfen seit Jahrhunderten für das Überleben ihrer Rasse  und dafür, Rache zu nehmen an den Solems. Reagan ahnt, dass die bisherigen Schlachten nur ein Vorbote des Grauens waren, dessen sich die fanatischen Menschen nun bemächtigen.
In diesen finsteren Stunden muss der verschlossene Vampir seine Schlacht aber nicht nur gegen seine Feinde schlagen, sondern auch gegen sein wachsendes Verlangen nach der stillen Daphne.

Daphne lebt mit ihrer kleinen Tochter Halie unter eher einfachen Bedingungen getrennt von ihren Eltern und ihrer Schwester. Eines Tages, als sie allein unterwegs ist, kracht sie mit ihrem Auto in das von Reagan. Dass er ein Vampir ist und sie in wahrscheinlich ihr größtes Abenteuer im Leben hineinzieht, ahnt sie da noch nicht.
Er beginnt, ihr nachzustellen und zwischen den beiden entwickelt sich etwas, das nach Daphnes Meinung nicht sein sollte.

Ich weiß echt nicht, was ich vom Cover halten soll. Die Bilder und Muster, die genutzt worden, sind eigentlich ganz schön. Aber die Zusammenstellung... Warum hat man die Frau (ich denk mal, sie soll Daphne sein) so in den Hintergrund gerückt und irgendein Muster auf die gepackt, das sie viel zu sehr verdeckt? Ich find das ein Wenig schade.
Und grad als Photoshop-Bastel-Tussi achte ich ja immer besonders auf die Kleinigkeiten.

"Du willst mich sehen?"
"Ja.", gab sie zu und ließ ihren Kopf an die Wand sinken, das Handy mit vor Nervosität bebenden Fingern fest an ihr Ohr gedrückt, um jede Nuance, jede Farbe seiner Stimme in sich aufzusaugen.
"Mhm."

Seite 104

- Ich mag die Szene so, weil sie sich so differenziert von dem Rest vom Buch. 
Hier ist Reagan endlich mal nicht so überschwänglich und sie nicht so zurückweisend.-


Was ich besonders schön an Shadowfall finde, ist, dass hier Vampire mal etwas anders dargestellt sind. Sie sind weder glitzernde Teenies, noch blutrünstige Tiere. Hier werden sie ein Wenig wie Bodybuilder dargestellt und mit noch recht menschlichen Zügen. Zwar haben sie natürlich auch ihre Eigenschaften, die sie erst zum Vampir machen (Reißzähne, Blutdurst) aber steht das nicht einmal so im Vordergrund sondern eher der Konflikt zwischen ihnen und den Menschen.
Auch Daphne ist nicht unbedingt die typische Hauptprotagonistin. Sie ist eher zurückhaltend, schüchternd und nicht besonders überzeugt von sich. Sie ist eher eine gestresste, alleinerziehende Mutter deren Lebensmittelpunkt ihre fünfjährige Tochter und ihr Job sind. 
Mir gefällt der Gedanke daran, dass sie eine eher reale Person ist und auch ihre Ausgangssituation eher zum alltäglichen Leben passt. In vielen Büchern passiert ja erst was Aufregendes, wenn man irgendwo hin zieht, irgendwo neu ist, die Schule wechselt... Bla bla bla.:D
Ich war überrascht wie flüssig sich das Buch lesen ließ. Zwar sind die Seiten recht klein beschrieben, weswegen es auch nur fast 300 sind, doch fliegen sie trotzdem nur so dahin. 
Auch ist die ganze Story schön aufgebaut. Es passiert viel, aber nicht zu viel. Und obwohl es mehrere Handlungsstränge gibt, behält man doch den Überblick über alles.
Wie bereits erwähnt entwickelt sich zwischen Daphne und Reagan etwas. Eine "Liebesbeziehung" kann man das noch nicht wirklich nennen. Es ist eher ein Begehren beiderseits, dass Daphne versucht zu unterdrücken. Leider flammt dieses Begehren schon unglaubwürdig früh auf. Das finde ich etwas schade, denn selbst bei einem Vampir kann ich mir nicht vorstellen, dass man sich nach einem Autounfall so sehr nach jemandem verzehren kann, dass man demjenigen bis ins Haus folgt und ihn (in diesem fall sie :D) schon befummelt und... Naja. Das nimmt den Zauber ein Wenig raus.
Auch ist sie am Ende ein wenig zu dummdoof. Ich will nicht zu viel verraten, aber in manchen Dingen, die sie tut bzw. zulässt gefiel sie mir nicht besonders. Wie gesagt ist sie eher unsicher und zurückhaltend, doch passte da was am Ende für mich nicht rein.

In Shadowfall - Schattenwende treten neue Vampire auf und auch neues Gedankengut über sie und ihre Hintergründe. Auch wird dem Leser eine prickelnde und unvorhersehbare Geschichte geboten. Nur wurde mir persönlich zum Ende hin Daphne ein Wenig komisch, Natürlich waren das keine normalen Umstände, aber sie wirkte das Buch über nicht so, als könne sie sich derart verändern.

4+/5


(Wenn ich das richtig verstanden habe, wird die Autorin nicht weiterschreiben. Doch kann ich euch das Buch trotzdem empfehlen, denn das Buch schließt sich zwar an sich nicht ab, hat aber ein akzeptables Ende.:D)


Kommentare:

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  2. Ich steh eigentlich überhaupt nicht auf Vampire, aber du hast es geschafft mich neugierig zu machen. :)
    Wenn du auf Fantasy stehst schau doch mal auf meinem Blog vorbei. Vor einigen Tagen habe ich das Projekt gestartet eine eigene Fantasywelt zu erschaffen.

    http://world-of-adena.blogspot.de/

    Liebe Grüße,
    Laura

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